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TradingBrothers Blog

06.10.2026 - Vier KI-Namen, eine Aktie: Wo Anleger im KI-Zeitalter investieren können

Falk Elsner von TradingBrothers zeigt auf eine platzende Blase mit dem Titel „Platzt die KI-Blase? Lehren aus der Dotcom-Ära“

Am 30. November 2022 stellt OpenAI ChatGPT ins Netz. Nach rund zwei Monaten nutzen es bereits etwa 100 Millionen Menschen. Heute gehören ChatGPT, Claude, Gemini und DeepSeek für viele zum Arbeitsalltag. Wer als Anleger daran teilhaben will, stößt allerdings schnell auf eine Hürde: Von diesen vier Namen ist nur einer über die Börse zu haben.

Mit dem dritten und letzten Teil unserer YouTube-Serie zum Informationszeitalter sind wir in der Gegenwart angekommen. Wir schauen uns an, wer in der KI-Welle tatsächlich investierbar ist, wo das Geld bisher verdient wird und warum die Gewinner von morgen oft schon in der Welle davor auf dem Feld standen.

Drei Wellen in drei Folgen

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Die Serie folgt einer Grafik von Goldman Sachs: Über 200 Jahre hat jeweils eine Branche den US-Aktienmarkt angeführt, erst Banken und Immobilien, dann die Eisenbahn, dann Öl, Stahl und Rohstoffe, zuletzt die Information.

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In Teil 1 ging es um die erste digitale Welle mit Chip, Computer und Telefon. Damals entschied sich, wer bleibt: Intel und Microsoft stehen bis heute für diese Zeit, Commodore war Marktführer bei Heimcomputern und ging trotzdem pleite.

 

Teil 2 erzählt das Internetzeitalter mit der zweiten Welle, vom ersten Browser über die Dotcom-Blase bis zum Aufstieg der großen Plattformkonzerne. Die Einzelheiten dazu haben wir vor zwei Tagen hier im Blog zusammengefasst.

Teil 3 setzt dort an, wo Teil 2 aufhört: beim Start der dritten Welle und das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz und ihren Agents.

 

Vier neue Namen und bisher nur wenige Aktien

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ChatGPT stammt von OpenAI, Claude von Anthropic, Gemini von Google und damit vom Mutterkonzern Alphabet, DeepSeek aus einem Labor in China. Börsennotiert ist davon allein Alphabet. Microsoft hat den Copilot. OpenAI und Anthropic sind bis heute in privater Hand, ihre Börsengänge werden laut Presseberichten vorbereitet. Was ein solcher Börsengang für Anleger bedeutet, haben wir uns im August am Beispiel Anthropic angesehen.

Einen Umweg gibt es trotzdem. Microsoft ist an OpenAI beteiligt und hat diese Partnerschaft im Januar 2023 um Milliarden ausgebaut. Wer Microsoft-Aktien hält, ist damit mittelbar an der Entwicklung von ChatGPT beteiligt. Für Anleger heißt das: Die bekanntesten Namen einer Welle sind selten die, die man direkt kaufen kann.

Wenn KI auf dem Schreibtisch landet

Der Moment, in dem aus Forschung ein Geschäftsmodell wird, lässt sich gut an Microsoft beobachten. Der Konzern baut die Sprachmodelle unter dem Namen Copilot direkt in Word, Excel, Outlook und Teams ein. Damit landet KI dort, wo Millionen Menschen ohnehin jeden Tag arbeiten. Das erinnert an die Tabellenkalkulation, die vor Jahrzehnten die Büroarbeit umgekrempelt hat und seitdem auf jedem Rechner steht.

Im Video stellt Falk dazu eine Frage, die wir auch Dir mitgeben: Ist KI für Dich eher Spielzeug oder schon Werkzeug? Wir selbst sind tief in die Nutzung eingestiegen und sehen jeden Tag, wie viel Arbeit sie abnimmt. Aus Anlegersicht entscheidet genau dieser Übergang über die Bewertung. Ein Werkzeug, für das Unternehmen Monat für Monat bezahlen, bringt Umsätze, die sich planen lassen.

Die großen Gewinner fallen selten vom Himmel

Nvidia und ASML waren schon in der zweiten Welle dabei, als kaum jemand von künstlicher Intelligenz sprach. Nvidia baute Grafikchips für Computerspiele, ASML Belichtungsmaschinen für die Chipfertigung. Mit dem Rechenhunger der KI-Modelle wurden beide zu Schlüsselunternehmen. Im Juni 2024 war Nvidia erstmals das wertvollste Unternehmen der Welt, Ende Oktober 2025 überschritt der Börsenwert als erster die Marke von fünf Billionen Dollar.

Daraus folgt eine Lehre, die sich durch alle drei Teile der Serie zieht. Die Gewinner einer neuen Welle sind oft Unternehmen, die längst solide verdienen und deren Produkte plötzlich dringender gebraucht werden als je zuvor.

Der Tag, an dem DeepSeek die Branche erschreckte

Wie empfindlich der Markt trotzdem reagiert, zeigte der Januar 2025. Am 20. Januar stellte DeepSeek aus China sein Modell R1 vor und setzte damit die Preise der ganzen Branche unter Druck. Eine Woche später, am 27. Januar, verlor Nvidia an einem einzigen Tag rund 17 Prozent und damit 589 Milliarden Dollar Börsenwert, so viel wie kein Unternehmen zuvor. Spätestens da war klar, dass die USA und China um dieselbe Technologie ringen.

Auch Alphabet kennt solche Tage. Bei der Vorstellung des Vorgängers Bard im Februar 2023 gab der Chatbot eine falsche Antwort, die Aktie fiel an einem Tag um sieben bis acht Prozent. Mit Gemini 3 kam der Konzern im November 2025 zurück, die Aktie markierte danach mehrfach Rekordhochs. Dotcom-Blase, Finanzkrise und Corona-Crash haben die Märkte erschüttert, die Technologien dahinter haben sich jedes Mal durchgesetzt.

Wo das Geld verdient wird: die drei Etagen der KI

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Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta investieren 2026 zusammen über eine halbe Billion Dollar, vor allem in Rechenzentren. Dieses Geld fließt in drei Etagen, die wir im Video als Übersicht zeigen:

  • Ganz unten Energie und Infrastruktur. Jeder Chip braucht Strom, Kühlung und ein Gebäude. Hier stehen Stromerzeuger, Netzausrüster und Spezialisten für Rechenzentrumstechnik wie Constellation Energy, GE Vernova oder Vertiv.
  • Darüber Chips und Fertigung: Rechenchips, Speicher und die Maschinen, mit denen sie gebaut werden, etwa von Nvidia, AMD, Broadcom oder ASML.
  • Oben Software und Modelle: Cloud-Dienste, Sprachmodelle und die Anwendungen darauf, von Microsoft und Amazon bis Oracle und SAP.

Daneben stehen die Namen, die schon kräftig mitspielen und noch auf ihren Börsengang warten: OpenAI, Anthropic, xAI und DeepSeek. Der greifbare Teil der Welle liegt für Anleger damit heute in diesen drei Etagen.

Was das für Deine Geldanlage bedeutet

Der häufigste Fehler in solchen Phasen: Anleger jagen dem bekanntesten Namen hinterher, steigen nach der großen Schlagzeile ein und setzen zu viel auf eine einzelne Geschichte. Genau dafür arbeiten wir mit unserer Vermögenspyramide. Microsoft liegt bei uns seit vielen Jahren im Fundament, als Qualitätsaktie mit langem Atem. Spekulative Ideen rund um die KI-Welle gehören in die Spitze, den Kick, mit klar begrenztem Anteil.

Rückenwind kommt dabei auch vom Kalender. 2026 ist in den USA ein Zwischenwahljahr, und unsere Auswertung dieser Jahre zeigt für einen Einstieg Anfang Oktober ein klares Bild zugunsten der Käufer. Statistik beschreibt die Vergangenheit, sie bleibt ein Wahrscheinlichkeitsvorteil.

Die Spitze unserer eigenen Pyramide füllen wir gerade neu. Teilnehmerschluss für die neue Saison des OSD-Projekts ist Montag, der 12. Oktober 2026, um 23:59 Uhr. Wie wir dabei vorgehen, zeigen wir Dir im kostenfreien Online-Event „Wir spekulieren wieder“ am 8. Oktober 2026 um 18:00 Uhr.

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Quellen

  • Goldman Sachs, The Concentration Conundrum, 11.03.2024 (Grafik zur Sektorführung am US-Aktienmarkt)
  • Reuters mit Verweis auf eine UBS-Studie, Nutzerzahlen von ChatGPT, Februar 2023
  • Microsoft, Mitteilung zum Ausbau der Partnerschaft mit OpenAI, 23.01.2023
  • CNBC, Kursrutsch von Nvidia nach DeepSeek R1, 27.01.2025
  • CNBC, Nvidia erreicht fünf Billionen Dollar Börsenwert, 29.10.2025
  • CNBC und Euronews, Bard-Vorstellung und Kursreaktion Alphabet, Februar 2023
  • Bloomberg via Financial Post, Investitionspläne von Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta, 06.05.2026
  • TradingBrothers, Auswertung der Zwischenwahljahre mit Daten von Seasonax