13.09.2026 - Spekulieren mit System: Marktcheck, Wahlzyklus und der Start des Pyramidion-Projekts

Der Rüstungssektor gerät nach Jahren im Aufwärtstrend ins Wanken, die Automobilbranche steckt mitten in einem schmerzhaften Umbruch, und in den USA rückt mit den Midterms im November ein Ereignis näher, das die Börse seit Jahrzehnten in ein wiederkehrendes Muster zwingt. Für uns bei TradingBrothers ist genau das der richtige Moment für einen nüchternen Blick auf die Lage. Wer spekulativ investieren will, braucht ein Regelwerk, das schon in schwierigen Phasen funktioniert hat.
Im jüngsten Montags-Webinar sind wir genau darauf eingegangen: auf die aktuelle Lage in zwei zentralen Sektoren, auf den Rückblick unserer gerade abgeschlossenen Spekulationssaison und auf ein neues Projekt, das ab sofort buchbar ist, das Pyramidion.
Rüstungsaktien: Ein Trend am Scheideweg
Über Jahre lief der Rüstungssektor in einem sauberen Aufwärtstrend, getragen von vollen Auftragsbüchern und politischem Rückenwind. Seit einiger Zeit läuft die Bewegung jedoch seitwärts bis schwierig, und genau jetzt entscheidet sich, ob der Trend weiterläuft oder bricht. Wir unterscheiden dabei zwischen dem charttechnischen Trend, der die reinen Tiefpunkte verbindet, und dem markttechnischen Trend, der auf klar erkennbare Hoch- und Tiefpunkte setzt. Beim Rüstungssektor ist der charttechnische Trend bereits gebrochen, der markttechnische Trend hält gerade noch. Fällt auch dieser wichtige Unterstützungsbereich, folgt in der Regel ein deutlicher weiterer Verkaufsschub.
Am Beispiel Rheinmetall wird das greifbar. Die Aktie hat sich von ihrem Hoch nahezu halbiert, und genau solche Halbierungen waren in der Vergangenheit häufig gute Einstiegsgelegenheiten. Unsere Fairvalue-Betrachtung, die den durchschnittlichen Umsatz der letzten drei Jahre dem Kurs gegenüberstellt, zeigt: Die Aktie war zeitweise deutlich überbewertet und ist inzwischen wieder in einen fairen Bereich zurückgelaufen. Eine 25-jährige Saisonalitätsauswertung liefert zusätzlich einen spannenden Hinweis: Der Zeitraum von Oktober bis Mai brachte in fast 90 Prozent der Jahre einen Gewinn.
Trotzdem gilt für uns aktuell: abwarten. Die erste Erholung nach dem Abverkauf fiel mit rund 40 Prozent zwar ordentlich aus, wurde aber nicht von einer klaren Anschlussbewegung bestätigt. Für uns fehlt damit noch der Beweis, dass tatsächlich genug Käufer auf diesem Niveau bereitstehen. Erst wenn sich eine Stabilisierung zeigt, wird aus der reinen Beobachtung eine konkrete Positionierung, dann idealerweise mit einem eng gesetzten Stopp.
Automobilsektor: Wendepunkt oder nächster Rutsch?
Während Rüstung politisch und fiskalisch weiter gefördert wird, sieht es im europäischen Automobilsektor deutlich schwieriger aus. Werksschließungen, Stellenabbau und ein grundlegender Strukturwandel prägen das Bild. Verstärkt wird das durch neue Wettbewerber wie chinesische Hersteller, die mit aggressiven Leasing- und Auto-Abo-Modellen in den europäischen Markt drängen und damit klassische Kaufmodelle unter Druck setzen.
Der Euro Stoxx Automobile & Zulieferer Index befindet sich seit 2022 in einem Abwärtstrend und testet gerade eine wichtige Unterstützungslinie. Auch hier sind sowohl der chart- als auch der markttechnische Trend bereits gebrochen. Sollte sich der Bereich stabilisieren und fundamental etwas an den Rahmenbedingungen drehen, wäre eine Bodenbildung denkbar, dann bevorzugt bei Werten, die sich in der Schwächephase vergleichsweise gut gehalten haben. Bricht die Unterstützung dagegen weiter nach unten, entsteht aus unserer Sicht ein aussichtsreicher Short-Kandidat, insbesondere abseits der großen Standardwerte.
Volkswagen zeigt exemplarisch, wie schnell so etwas gehen kann: Nach einem starken Abwärtsimpuls im Juni befindet sich die Aktie in unserer Einschätzung bereits in einem Freifallszenario, ein Short-Signal wurde ausgelöst. Ob sich das dreht, hängt maßgeblich davon ab, ob es dem Konzern gelingt, Investoren mit echten Reformen zu überzeugen, und das braucht bei einem Unternehmen dieser Größe Zeit.

*Sinnbild für die Krise der Automobilbranche: verlassene Werkshallen statt voller Produktionslinien.
Rückblick: Eine schwierige, aber erfolgreiche Saison
Unsere große Spekulationsstrategie "OptionsSchein-Depot", kurz das OSD-Projekt genannt, hat die vergangene Saison mit einem Plus von 40 Prozent abgeschlossen. Das Ergebnis kam nicht geschenkt: Der Start fiel mitten in die Unsicherheit um die US-Zollpolitik, und die Auswahl lief über Wochen im Minus. Genau in solchen Phasen zeigt sich, wie wichtig Disziplin ist, wenn man ein Regelwerk mit Gewinnvorteil hat. Wer vorzeitig ausgestiegen ist, hat die spätere Aufholjagd verpasst.
Parallel dazu ist ein zweites, kleineres Projekt in seiner Beta-Phase mit 43 Prozent Rendite zu Ende gegangen, und genau aus diesem Projekt ist unser neues Angebot entstanden.
Neu ab dem 8. Oktober: das Pyramidion-Projekt
Das Pyramidion ist die konsequente Weiterentwicklung dieser Beta-Phase und richtet sich an alle, die den spekulativen Teil ihrer Vermögenspyramide bewusst kürzer und aktiver gestalten wollen. Statt einer Entscheidung pro Jahr wie bei unserem großen Projekt startet das Pyramidion viermal jährlich, jeweils mit klarem Anfang und klarem Ende nach rund drei Monaten. Das nächste Projekt, Nummer 4 von 2026, startet am 8. Oktober.
Der Ablauf ist bewusst einfach gehalten:
- Vorbereitung: Alle Teilnehmer erhalten vorab ein Startvideo mit Ablauf und Aktienauswahl für die neue Runde.
- Start: Alle kaufen dieselben Werte, das Signal kommt per E-Mail, die Umsetzung erfolgt am Folgetag.
- Laufzeit: Rund drei Monate, maximal 10 Positionen, jeder Kauf und jeder Verkauf wird mit einer Signal-Mail verschickt.
- Bilanz: Am Ende wird offen Bilanz gezogen, danach beginnt sofort das nächste Pyramidion-Projekt. "Mund abputzen und weiter!"
Umgesetzt wird die Auswahl über Zertifikate mit moderatem Hebel statt über Optionsscheine, wie wir es aus unserem großen Projekt kennen. Das macht das Pyramidion nach eigener Einschätzung noch eine Stufe intensiver: Schwankungen können deutlich stärker ausfallen, in beide Richtungen. Genau deshalb ist es für uns ein Baustein für die Spitze der Vermögenspyramide, für den bewusst konzentrierten, spekulativen Teil eines Depots, nicht für das Fundament. Der Einstieg ist ab 10.000 Euro möglich, unsere Auswertungen rechnen mit 20.000 Euro als Basis.
Bevor das Pyramidion öffentlich buchbar wurde, ist es durch eine Beta-Testphase gelaufen. Die Teilnehmer haben ihre Erfahrungen dazu geteilt: Im Fokus stand die Disziplin, der Umgang mit Schwankungen und das Risikomanagement innerhalb der eigenen Vermögenspyramide.

*Depotverlauf der Pyramidion-Beta-Phase im Echtgeld-Depot: von 20.000 Euro Start über 21,6 Prozent und 41,9 Prozent bis zum Abschluss der dritten Runde mit 42,7 Prozent Gewinn.
Die Chance der Irritationsphase: US-Wahlen und der Vierjahreszyklus
Im November stehen in den USA die Midterms an, und historisch betrachtet folgt die Börse davor und danach einem erstaunlich stabilen Muster. In der Regel wird der Markt im Vorfeld etwas vorsichtiger und verhaltener, selbst wenn die Berichtssaison stark ausfällt. Genau in dieser Phase der Unsicherheit entsteht regelmäßig eine der stärksten Börsenphasen im gesamten Vierjahreszyklus, sobald sich abzeichnet, wie die politische Lage ausgeht.
Wer erst nach der Wahl auf endgültige Sicherheit wartet, verpasst in der Regel den größten Teil dieser Bewegung. Hinzu kommt: Ein börsenaffiner US-Präsident hat ein persönliches Interesse an einem starken Markt. Für uns ist das ein zusätzlicher Baustein in der Gesamteinschätzung, kein Freibrief, sondern ein Faktor, den wir in unser Regelwerk einbeziehen, während wir gleichzeitig genau beobachten, ob der Gesamtmarkt insgesamt mitspielt.
Fazit: Systematisch bleiben, statt zu raten
Ob Rüstung, Automobile oder der Blick auf den US-Wahlzyklus: Die einzelnen Bausteine ergeben für sich genommen noch keine Entscheidung. Erst das Zusammenspiel aus Trendanalyse, Saisonalität und einem klaren Regelwerk macht daraus eine belastbare Strategie, die auch schwierige Phasen übersteht, wie die vergangene Saison mit ihren 40 Prozent Rendite gezeigt hat.
Wer tiefer einsteigen möchte, ist herzlich eingeladen: am 17. September findet ein Themenwebinar rund um das Spekulieren statt.
Und wer den spekulativen Teil seiner Vermögenspyramide ab dem 8. Oktober aktiv mitgestalten will, kann sich bereits jetzt für das Pyramidion-Projekt anmelden.