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Angst, Gier und der Fear & Greed Index

Was ist mit "Angst und Gier" gemeint?

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Ist Börse reine Mathematik?

Die verhaltensorientierte Kapitalmarktforschung "Behavioral Finance" hat in Studien belegt, was früher einmal als „bequeme Ausrede“ galt. Die Psychologie des Menschen ist für überschießendes Handeln und extreme Kursbewegungen verantwortlich! Zukünftige Börsenkurse lassen sich nicht mathematisch berechnen, alle Versuche dazu sind mit der Zeit fehlgeschlagen, denn die Börse ist KEINE reine Mathematik! Börse ist Mathematik und Psychologie.


Wir unterscheiden in tendenziell eher "rationale" und "irrationale" Marktphasen!

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Steigen die Kurse und Trendbewegungen etablieren sich, kommt auch die Gier auf! Jeder Marktteilnehmer will seinen Teil vom Kuchen abschneiden. Diese steigende Nachfrage treibt die Aktienkurse höher und höher. In der Endphase einer solchen Trendbewegung sind häufig sogar "Euphorien" zu beobachten, wenn auch der letzte Marktteilnehmer kauft. „Die Hausse nährt die Hausse“! "The trend is your friend"! Aus einem "rationalem" Marktverhalten entsteht ein emotionales "irrationales" Verhalten, welches auch kuriose Blüten tragen kann.

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Schema für ein typisches bullisches Trendverhalten!

Wenn immer mehr Börsianer Aktien besitzen, dann sind immer weniger Anleger bereit oder in der Lage, weiter zu kaufen. Die Nachfrage lässt nach, der Preis beginnt zu stagnieren und erste Gewinnmitnahmen setzen ein. Gerade eine euphorische Stimmung, in der viele Marktteilnehmer stark investiert sind, trübt sich schnell ein und schlägt ins Gegenteil um. Angst vor fallenden Kursen und überproportionalen Verlusten kommt auf. Schwindender Gewinn oder echte Verluste veranlasst Händler dazu möglichst zeitnah zu verkaufen. Die Verlustangst wird immer stärker, gerade bei kreditfinanzierten Geschäften, und Panik kommt auf. Panikverkäufe setzen ein, die Volatilität steigt und die Medien verheißen den „Weltuntergang“!

Reales Beispiel für ein typisches Marktverhalten in verschiedenen Phasen!
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Zum Vergrößern anklicken!

Verhaltensforscher nennen dieses Verhalten auch den "Herdentrieb". Das obige Muster wirkt in beide Richtungen gleichermaßen. Typischerweise dauern positive Trendphasen "Expansionen" länger an, während negative Trendphasen "Kontraktionen" schnell und heftig ablaufen.

In unseren Webinaren besprechen wir dieses Thema regelmäßig und zeigen an aktuellen Beispielen, wie Emotionen, also Angst "Fear" und Gier "Greed", auf die Marktteilnehmer Einfluss nehmen und in welchen Marktphasen diese Verhaltensmuster besonders deutlich zu Tage treten.

>>> Mehr zu unseren bewährten Crash-Indikatoren <<<

 
Was ist der Fear and Greed Index von CNN?
Der Fear and Greed Index ist ein von CNN Business (Cable News Network ist ein US-amerikanischer Fernsehsender) erstellter Indikator, der die Emotionen der Anleger an der Börse messbar machen soll. Die Signallinie des Index kann zwischen 0 und 100 schwanken und wird grafisch wie ein Tacho dargestellt. Hohe Werte lassen auf eine extreme Gier (Greed) schließen, während tiefe Werte Panik (Fear) verdeutlichen.

Der CNN "Fear & Greed" Index im Big Picture:

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Kann man die aktuellen Emotionenslage aller Teilnehmer an der Börse verläßlich messen?
Einfache Antwort: NEIN, verläßlich kann das unseres Wisses noch keiner! Aber es gibt unterschiedliche Modelle die versuchen sich einem realistischen Wert möglichst gut anzunähern. Es sind Modelle und sollten auch als diese gehandhabt werden. Verschiedene Institutionen versuchen auf unterschiedliche Weise diese Emotionen greifbar zu machen. Dazu gehört auch "CNN Business" die einen (aus unserer Sicht brauchbaren) Index berechnen, welcher sich zum Ziel gesetzt hat, die emotionale Lage der Marktteilnehmer zu messen. 

CNN Money betrachtet sieben Indikatoren in Ihrem Fear & Greed-Index:
  1. Das Momentum der Aktienkurse aus dem S&P 500 Index (SPX) gegenüber seinem gleitenden 125-Tage Durchschnitt.
  2. Die Aktienkursstärke: Das Verhältnis der Aktien, die an der New Yorker Börse frische 52 Hochs und Tiefs erreichen.
  3. Aktienkursbreite: Das Verhältnis des Aktienvolumens steigender Aktien gegenüber rückläufigen Aktien.
  4. Put- und Call-Optionen: Das Put / Call-Verhältnis, das das Handelsvolumen der bullischen Call-Optionen im Verhältnis zum Handelsvolumen der bearischen Put-Optionen vergleicht.
  5. Junk-Bond-Nachfrage: Der Abstand zwischen den Renditen von Investment-Grade-Anleihen und sogenannten Junk-Bonds.
  6. Volatilität am Markt: Der VIX (VIX), der die Volatilität, also die Schwankungsbreite, misst. (zum VDAX-New)
  7. Safe-Haven-Nachfrage: Die Differenz zwischen den Renditen von Aktien und Staatsanleihen
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Für jeden Indikator gibt CNN Money an, sich anzuschauen, wie weit er von seinem Durchschnitt abweicht und skallieren dieser sieben Werte auf einer Skala von 0 bis 100. Je höher der Wert, desto gieriger sond die Anleger, 50 wird als neutral gewertet und je tiefer der Wert, desto ängstlicher sind die Anleger. Dann fasst CNN Money alle Indikatoren gleichgewichtet zusammen und bildet einen endgültigen Index (siehe Beispiel oben). Als der S&P 500 Index (SPX) beispielsweise am 17. September 2008 - dem Höhepunkt der Finanzkrise - auf ein Dreijahrestief abstürzte, sank der "Fear & Greed Index" auf 12. Der Index legte auf 28 zu, bevor die Aktienkurse schließlich ihren Tiefpunkt am 9. März 2009 erreichten. Dann begann der nächste Bullenmarkt.
Quelle für die Berechnung des Fear&Greed Index

Ein solcher Index ist eine brauchbares Werkzeug im Koffer des Analysten, darf aber aus unserer Sicht nicht für sich alleine stehen und sollte eine Analyse ergänzen. 

Weitere Crash- und Krisenindiktoren:  

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VDAX-New (Volatilitätsindex DAX)

Zum aktuellen Stand des VDAX-New

Fragen & Antworten! Senden Sie uns Ihre Fragen an Kontakt, wir werden diese direkt oder in den folgenden Webinaren beantworten!

Webinare: Aktuelle Themen werden mit Strategien und Analysen regelmäßig in unseren  Montagswebinaren besprochen. Dabei wollen wir die Ergebnisse der Vorwoche näher ansehen sowie einen Ausblick auf die kommende Woche und bevorstehende Signale der Strategien geben. Ziel ist es Chancen und Risiken besser zu erkennen!
Zu unserem TB-Kalender


Was müssen wir machen, um uns vor fehlerhaftem emotionalen Verhalten zu schützen und wie können wir diese sich wiederholenden Muster sogar nutzen?

Klare "Verhaltens"-Regeln, also Strategien oder besser sogar ganze Handelssysteme, helfen uns (gerade in stressigen Situationen) den Überblick zu wahren und jederzeit der Situation angemessene Entscheidungen zu treffen! Um sich in schwierigen Phasen an die eigenen Regeln zu halten oder die, die wir in unserem TB-Service für Sie bieten, bedarf es, neben Vertrauen in das Regelwerk, mentale Stärke. Mentale Stärke ist eine der wesentlichen Fähigkeiten, um an der Börse dauerhaft Erfolge zu haben.


Lesen Sie weiter unter „Mentale Stärke entwickeln“.

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