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Anlagemöglichkeiten im Überblick

Ein Ausschnitt der wichtigsten Anlagemöglichkeiten im Überblick!

Aktien

Aktien sind Wertpapiere einer „Aktien“-Gesellschaft (AG) und werden auch Anteilsscheine genannt. Mit jeder Aktie gehört dem Besitzer ein Bruchteil des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft. Der Börsenwert dieses Unternehmens errechnet sich aus der Anzahl der Aktien multipliziert mit dem aktuellen Börsenkurs. Die Aktionäre können über Dividenden am Gewinn der AG beteiligt werden. Diese wird vom Vorstand vorgeschlagen und auf der Hauptversammlung beschlossen.

Aktien spielen in Deutschland als Anlageform noch immer eine Nebenrolle. Im Jahr 2011 haben knapp 8,5 Millionen Deutsche Aktien oder Fondsanteile besessen, bei etwa 82 Millionen Bundesbürgern. Davon waren lediglich etwa 3,9 Millionen deutsche Anleger, reine Aktionäre. Quelle: Das deutsche Aktieninstitut (DAI).

Fonds

Ein Fonds ist ein Konstrukt zur Kapitalanlage. Eine Kapitalanlagegesellschaft oder auch Investmentbank sammelt Kapital von Anlegern und investiert dieses Kapital in Anlagemöglichkeiten. In welche Anlagemöglichkeiten ein Fonds investieren darf, ist festgelegt. Es gibt u. a. Aktien-, Renten-, Geldmarkt-, Rohstoff- und Immobilienfonds. Mit dem Besitz eines Investmentfondsanteils wird der Anleger Miteigentümer am Fondsvermögen und hat Recht auf Gewinnbeteiligung. Das Fondsvermögen ist dabei ein sogenanntes Sondervermögen, das getrennt vom Vermögen der emittierenden Investmentgesellschaft geführt wird. Zudem darf der Anleger seine Anteile jederzeit zum Rücknahmepreis an die Investmentgesellschaft zurückverkaufen. Die Fondsgesellschaft stellt nur einmal am Tag diesen Preis fest. Zu unterscheiden sind offene, geschlossene Investmentfonds und sogenannte ETFs (siehe folgender Absatz). Einen tieferen Einblick in die Möglichkeiten von Fonds, sowie Vor- und Nachteile, geben wir im Fortgeschrittenenbereich unter „Börsenwissen I / Fonds“.

ETFs

Der Exchange-Traded Fund (ETF) verbrieft genau wie der Investmentfonds einen anteiligen Besitz an einem Sondervermögen und unterscheidet sich nur in wenigen Punkten vom Investmentfonds. Anleger in ETFs kaufen und verkaufen im Normalfall nur an der Börse, ein Erwerb über die emittierende Investmentgesellschaft ist nicht vorgesehen. Zudem wird die Zusammensetzung des Sondervermögens fortlaufend ermittelt und veröffentlicht.

CFDs

Der Contract for Difference (CFD) gehört zur Gruppe der derivativen Finanzinstrumente. Der CFD stellt eine laufzeitunabhängige Vereinbarung über einen Barausgleich aus der Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis eines Finanzinstruments dar. Der Preis wird vom zugrunde liegenden Produktpreis abgeleitet, z. B. Aktie oder Rohstoff, dessen Kursentwicklung möglichst nah abgebildet werden sollte. Wenn CFDs gehandelt werden, handelt man die Kursveränderung des Marktpreises, ganz ohne das Finanzprodukt physisch zu besitzen. Mit verhältnismäßig wenig Kapitaleinsatz kann der Anleger an den Kursschwankungen des zugrunde liegenden Basiswert partizipieren. Es muss eine Sicherheitsleistung, die Margin, auf die zugrunde liegende Position hinterlegt werden. Da diese Margin nur ein Bruchteil des tatsächlichen Werts des Basisinstrumentes ausmacht, ergibt sich ein Hebeleffekt. Mit CFDs kann man sowohl auf steigende, als auch auf fallende Kurse des zugrunde liegenden Finanzproduktes spekulieren.
Tipp: Wir empfehlen, sich beim gewählten Broker vor dem Einstieg mit dieser Anlageform noch einmal zu informieren. Gerade der Handel auf fallende Kurse (Shortpositionen) erfordert ein Umdenken zur klassischen Aktienanlage.

Futures und Terminkontrakte

Ein Future wird auch Börsen-Terminkontrakt genannt. Er ist ein beidseitig verbindlicher Börsenvertrag zwischen zwei Parteien. Futures werden an einer Börse gehandelt und sind Termingeschäfte. Der Grundgedanke des Future-Handels war ursprünglich die Absicherung von Produzenten und Verbrauchern gegen marktübliche Preisschwankungen.
Um den Future-Handel zu ermöglichen, wurden folgende Parameter standardisiert:

  • Vertragsgegenstand
  • Menge an Ware
  • Qualität der Ware
  • Preis bei Vertragsabschuss
  • Fixer Zeitpunkt der Auslieferung

Diese genau definierten Terminkontrakte nennt man Futures. Sie ermöglichen einen transparenten Handel mit erleichtertem Marktzugang, sowie geringe Handelskosten. Je nach dem zugrunde liegenden Vermögensgegenstand (Underlying) gibt es Futures auf Devisen, Aktien, die Zinsen von Anleihen, Indizes, sowie auf landwirtschaftliche Produkte und Rohstoffe. Heute dienen Futures nicht nur der reinen Absicherung (Hedging), sondern auch für Spekulations- und Arbitragegeschäfte.

Future-Handel für nichtkommerzielle Trader
Als Trader wollen wir keine physischen Kaffeebohnen, Orangensaft, Schweinehälften oder Kupferbarren kaufen und einlagern, sondern an den Preisschwankungen verdienen. Die meisten Anleger haben kein Interesse an einer realen Lieferung, da die Ware nicht weiter verwertet werden kann. Aus diesem Grund werden die meisten Futures nicht durch Lieferung und Abnahme der Waren geschlossen, sondern durch einen sogenannten Barausgleich (Cash Settlement) der finanziellen Differenz. Diesen Barausgleich tätigt Ihr Broker, der zuvor von Ihnen genügend Kapital (Marge) eingezogen hat, um diese Verpflichtung erfüllen zu können.

Ein veranschaulichendes Beispiel für den Handel mit einem Future erklären wir im Fortgeschrittenenbereich unter Menüpunkt „Börsenwissen I / Futures und Optionen“.

Optionen, Optionsscheine und andere Derivate

Optionsscheine sind verbriefte, halbseitig verpflichtende Verträge bei Optionen. Sie zählen zu den Derivaten und können an der Börse und im außerbörslichen Handel ge- und verkauft werden. Optionsscheine haben, wie Aktien auch, eine Wertpapierkennnummer (WKN), damit sie eindeutig identifiziert werden können.

Klassische Optionsscheine verbriefen das Recht, in einem bestimmten Bezugsverhältnis einen festgelegten Basiswert (z. B. Aktien, Anleihen, Währungen, Indizes) zu einem "vorher" festgelegten Basispreis innerhalb einer festgelegten Bezugsfrist (Amerikanische Option) oder zum Ende einer Bezugsfrist (Europäische Option) zu kaufen (=Call-Option, Call) oder zu verkaufen (=Put-Option, Put).

Es existieren viele Sonderformen der Optionen wie beispielsweise Knock-Out-Optionen oder auch KO-Papiere genannt.

Das Themengebiet der Derivate ist riesig. In diesem Sektor gibt es viele offensichtliche, aber auch sehr gut verborgene Stolperfallen und Renditekiller. Diese Risiken sind zum eigentlichen Handel noch zusätzlich zu managen. Einen Einblick in unsere Erfahrungen mit Optionen, und unsere Meinung, ob man sie aktuell noch handeln darf oder nicht, geben wir im Fortgeschrittenenbereich unter Menüpunkt „Börsenwissen I / Optionsscheine und ähnliche Derivate“.

Wo ist der Unterschied zu Futures?
Optionen resultieren aus demselben Grundgedanken wie der Futures-Handel. Der Unterschied liegt in der Wahl, einen Handel wirklich durchzuführen. Bei Futures hat der Verkäufer keine Wahl, er muss dem Käufer die Waren zum vereinbarten Preis liefern und der Verkäufer muss die Waren zum diesem Preis abnehmen. Wenn der Preis sich nun zu Ungunsten eines der Handelspartner ändert, dann wird der Handel trotzdem wirksam und derjenige erleidet einen Verlust.

Bei Optionen gibt es den Zwang für eine Seite der beiden Parteien nicht. Im Fall einer Call Option gilt das Kaufwahlrecht, im Fall einer Put-Option das Verkäuferwahlrecht. Der Halter hat also das Recht diesen Handel zu machen, aber nicht die Pflicht. Es handelt sich um ein halbseitig verpflichtenden Vertrag.
Für den Abschluss einer Option fallen Kosten in Form einer Prämie an. Man nennt Optionen auch "bedingte Termingeschäfte" und Futures "unbedingte Termingeschäfte".

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